Sureline FI-Schutzschalter
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Sureline® Modellübersicht

SurelineDie mechanische Grundausstattung aller Modelle ist gleich. Sie besteht aus dem Messmodul und der Schalteinheit. Diese sind fest miteinander verbunden. Die Schalteinheit besteht aus Leitungsschutzschaltern LS (Sicherungsautomat genannt). Im Messmodul befinden sich die redundanten Mikroprozessoren, der Antriebsmotor und die Selbstschutzsicherung. Die Mikroprozessoren tragen das Programm in dem die Nominalgrößen der elektrischen Werte und deren akzeptierter Toleranz abgelegt sind. Die eingehende Netzspannung und der Stromfluss zu den Verbrauchern werden permanent analog zur Netzfrequenz geprüft. Bei einer Abweichung der hinterlegten Werte wird mit Hochgeschwindigkeit (2 ms) abgeschaltet, im Gegensatz zu den herkömmlichen elektromechanischen FI Schaltern, die eine Abschaltgeschwindigkeit von durchschnittlich 15 - 20 ms haben.

Die Sureline® Modellvarianten reichen von Standard (mit fest eingestellten Werten) bis hin zur Highline Variante mit einstellbaren Werten, chronologischen Speicher und Fernabfrage mittels Internetzugang.

Es gibt 1-phasige und 3-phasige Modelle. Die 1-phasige Abschaltung hat zwei Pole und die 3-phasige hat vier Pole. Der Grund dafür ist einfach, man weiß nicht über welche Leitung die Störung fließt. Sie kann auch über den Neutralleiter fließen. Die Abschaltung erfolgt allpolig. Dementsprechend breit ist Sureline® gebaut. Die Breite wird mit Teilungseinheiten benannt (Teilungseinheit = TE. 1 TE ist die Breite des bekannten Leitungsschutzschalters/Sicherungsautomat).

Die Abstufung der Leitungsschutzschalter sind 10 A, 16 A, 25 A, 32 A, 40 A, 50 A und 63 A. Die Leistungsgröße wird nach der Last ausgewählt. Diese Sicherungsautomaten haben die VDE bzw. die Europäische IEC-Zulassung. Für die Elektronik (Messmodul) gibt es keine VDE-Prüfvorschriften (Normen). Demzufolge benötigt das Messmodul keine VDE-Zulassung.

Ein vom Messmodul gesteuerter vormagnetisierter Schnellauslöser sorgt für die Hochgeschwindigkeitsabschaltung innerhalb zwei Millisekunden. Dies erfolgt ohne Hilfsspannung. Das ist die 10-fach höhere Geschwindigkeit eines herkömmlichen Fehlerstrom-Schutzschalters. Zwei Millisekunden ist die Zeit zwischen schnellem Augen schließen und öffnen, das kurze Augenwischen mit den Liedern.

Diese schnelle Abschaltung ist redundant ausgelegt, zum einen über den Schnellauslöser und zum anderen über den Motor. Dies erfolgt ohne Hilfsspannung. Im Spannungsverlust wird in jedem Fall ausgeschaltet.

Ein Selbsttest des Gerätes und der Anschlüsse wird alle drei Sekunden ausgeführt. Dabei werden die Leitungen nicht unterbrochen, die angeschlossenen und eingeschalteten Verbraucher laufen weiter im Gegensatz zu den herkömmlichen, handelsüblichen FI-Schaltern, bei deren Test die Verbraucher abgeschaltet werden. Der regelmäßige Test der handelsüblichen FI Schalter ist erforderlich, um die Funktion zu prüfen und die FI Schalter funktionsfähig zu halten. Dies entfällt bei den Sureline® Fehlerstrom-Schutzschalter-Systemen. Bei den Sureline® Selbsttests ist keine Neuprogrammierung und keine Betriebsunterbrechung erforderlich. Lediglich bei der jährlichen Prüfung der Installationen sollte Sureline® manuell gestestet werden.

Durch die Intelligenz des Sureline® FI Schalters wird automatisch geprüft, ob die Abschaltursache noch vorhanden ist. Falls die Abschaltursache behoben und ein sicherer Betrieb gewährleistet ist, schaltet Sureline® automatisch wieder ein.

Die verschiedenen Abschaltursachen und die entsprechenden Prüfungen werden von Sureline® wie folgt behandelt.

Ein Fehlerstrom ist ein schwerwiegender Fehler der sich hinter Sureline® in der Installation, der Verbraucherseite befindet. So einfach einschalten darf man nicht, es muss erst geprüft und gewährleistet sein, dass kein Fehlerstrom mehr vorhanden ist. Nach einer vorgegebenen Testzeit prüft Sureline® ob der Fehlerstrom noch vorhanden ist. Ist er nicht mehr vorhanden, wird nach dieser Prüfung wieder eingeschaltet. Ist er noch vorhanden, so wird die Testzeit verdoppelt und erneut geprüft. Ist der Fehlerstrom nicht mehr da, so wird eingeschaltet. Ist er immer noch vorhanden, verdoppelt sich die Wartezeit erneut und es wird wieder geprüft. Diese Prüfung geschieht bis zu sechs Mal (bis 231 Minuten Gesamttestzeit). Ist der Fehlerstrom immer noch nicht abgeklungen, wird keine weitere Prüfung vorgenommen und der Schutzschalter bleibt ausgeschaltet. In diesem Fall ist davon auszugehen, dass der Fehler so schwerwiegend ist, dass ein Spezialist kommen muss, um die elektrische Anlage zu untersuchen und den Fehler zu beheben.

Hat Sureline® durch einen Überstrom bzw. Kurzschluss ausgelöst, dann gibt es nur drei Test- / Prüfungszeiten: In der Staffel 3 Minuten, 10 Minuten und 30 Minuten. Ist die Abschaltursache bei der letzten Prüfung immer noch vorhanden, bleibt der Schutzschalter ausgeschaltet und die Fehlerursache muss durch einen Spezialisten festgestellt und beseitigt werden.

Der Aufbau der Typbezeichnungen ergibt sich aus den Abkürzungen elektrischer Bezeichnungen und diese zeigen damit die Funktionen und den Nutzen der einzelnen Sureline® Modelle an.

D = Differential oder Detection / Fehlerstromerkennung
I = Ampere, Current / Strom
O = Over voltage / Überspannung
R = Residual Current / Differenzstrom
V = Voltage / Spannung
T = Three phase / Dreiphasig
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Wir beraten Sie kostenlos und unverbindlich.
Tel.: 06071/60980-10

Sureline® ist in verschiedenen Konfigurationen erhältlich:


Als
Fehlerstromschutzschalter (mit integriertem Über- und Unterspannungsschutz)

oder als
Über- und Unterspannungsschutz ohne Fehlerstromschutz

 
Sureline FI-Schutzschalter